Einzeltherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, erfahrungs- und körperorientiert

Kurzzeittherapie

Eine Einzeltherapie kann in Form einer Kurzzeittherapie von wenigen Stunden eine Klärung herbei führen, z.B. wenn Sie vor einer wichtigen beruflichen oder privaten Entscheidung stehen, bei der Sie nicht nur Ihre gedanklichen Für und Wider abwägen sondern die „Antwort“ aus tieferen Ebenen Ihres Seins finden möchten.

In einer Krisensituation

Ich biete Ihnen auch in einer aktuellen Notlage oder Krise stabilisierende, ressourcenorientierte professionelle Begleitung an. Oft gibt es äußere Auslöser im Leben eines Menschen, wie Trennung, Krankheit, Kündigung, die eine Krise auslösen können, wo wir unsere innere Stabilität und Balance verlieren. Meist werden wir in so einer Situation von unbewussten Prozessen und Ängsten gesteuert, die von alten Verletzungen herrühren, die wir ohne geschulte Unterstützung nicht erkennen und auflösen können.

Einzeltherapie

Mein Angebot kann auch in Form einer länger angelegten Einzeltherapie eine Unterstützung sein, um sich tiefer zu verstehen, zu entwickeln und das Spektrum seiner Möglichkeiten in allen Lebensbereichen zu erweitern. Es geht um Entwicklung und Transformation unserer aus der Not gelernten Verhaltens- Fühl- und Denkmuster, die sinnvoll und notwendig waren, uns jetzt aber einschränken. Grundthemen und Kernüberzeugungen, wie das Gefühl nicht liebenswert zu sein oder sich wertlos zu fühlen, entstehen in frühen Bindungsphasen und sind Folgen von nicht ausreichend erfahrener Resonanz und Verbindung. Symptome bis hin zu Krankheitsbildern betrachten wir deshalb nicht als krankhaft in einem schulmedizinischen Verständnis, sondern als natürliche Reaktionen menschlicher Organismen auf eine nicht ausreichende Unterstützung. Mein Anliegen ist es Menschen wieder in Kontakt mit sich selbst zu bringen.

Ich arbeite in einer Haltung liebevoller Präsenz, empathisch, ressourcen- und lösungsorientiert.

„Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt.“ – Blaise Pascal

Körperpsychotherapie

Die Weisheit des Körpers

„Der Körper ist Spiegel der Seele“ heißt es in einem Sprichwort. Das drückt es aus: Unser Körper ist unsere lebendige Lebenserfahrung. Ein Gefühl ohne die dazugehörenden Körperempfindungen wäre ein bloßer Gedanke.

„Der Körper ist die Bühne, wo Gefühle und Emotionen auftreten“ (Antonio Damasio, Portugiesischer Neurowissenschaftler, 1999) und „wo erste Anzeichen aus dem Unbewussten wahrnehmbar werden.“ (Gendlin, 1996).

Er ist der Ort, im Hier und Jetzt, wo sich unsere Selbstorganisation in einer Art manifestiert, die beobachtet und direkt erfahren werden kann. Die Hirnforschung und Neuro-Biologie bestätigen es: nicht unser kognitives Bewusstsein allein steuert unser Leben, trifft Entscheidungen, sondern fast immer werden wir vom unbewussten Gefühls/Körper Gedächtnis gelenkt, welches sich im Gehirn im limbischen System befindet, in dem unsere prägenden Erfahrungen gespeichert sind. Besonders die oft leiblich- emotionalen Erfahrungen unserer vorsprachlichen kindlichen Entwicklungszeit prägen unsere Beziehung zu uns selbst, zu unseren geliebten Menschen und zur Welt und dies in unbewusster Weise.

Der Körper und das Unbewusste

In unserem Körper sind alle Lebenserfahrungen, gute wie schmerzliche, enthalten, die wir je gemacht haben und die unsere gesamte Selbstorganisation prägen: Wie wir gehen, stehen, und uns ausdrücken ist ein leibhaftiger Ausdruck unseres Seins.

So lasse ich mich als Therapeutin nicht nur von den Geschichten, sondern auch von der „Geschichtenerzähler*in“ als Ganzes beeindrucken, das heißt vom gesamten körperlichen-emotionalen Ausdruck des Menschen, der vor mir sitzt. Auf Grundlage der Achtsamkeit nutze ich den Körper als Informationsquelle des gegenwärtigen Erlebens, was unmittelbar und unverstellt zu den Wurzeln früher Erfahrungen führen kann. So kann der Klient selbst körperliche Veränderungen bemerken, wie ein Zusammenziehen im Bauch, wenn er über ein Thema, was ihn bewegt, spricht und diese Signale bemerken lernen. Oft treten zusammen mit solchen Empfindungen dann Gefühle und Erinnerungen ins Bewusstsein.

Über den Körper können nun Therapeutin und Klient gemeinsam einen direkteren Zugang zu grundlegenden, unbewussten Anschauungen über sich und die Welt finden als über Verstand und Sprache allein. Hier können wir zusammen schauen, wie diese Kernanschauungen gestaltet sind und was es für einen nächsten Schritt, eine neue Erfahrung bräuchte, damit sich die alte Anschauung wandeln und erweitern kann.

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen einen Anruf von einer Freundin, die Sie zu einer Party einlädt. Sie haben zugesagt zu kommen. Als Sie das Telefonat beenden, spüren Sie ein flaues unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Das Gefühl ist Ihnen nicht willkommen, es stört, es soll weg sein. Wenn diese Situation Thema in einer Therapiesitzung wäre, würden wir die Klientin fragen, ob sie hier einen Moment verweilen möchte. Dies ist der Wechsel vom Alltagsbewusstsein zu Achtsamkeit: hier können wir uns freundlich und neugierig dem flauen Gefühl im Bauch zuwenden und erforschen was es uns über uns zu erzählen hat. Klientin und Therapeutin betreten gemeinsam Neuland. Es können weitere Körperempfindungen aber auch Gefühle und Erinnerungen auftauchen und Sie können zu tieferen Schichten Ihres Seins gelangen, um hier den therapeutischen Prozess zu entwickeln.

Hakomi ®

Erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie

Die Hakomi®-Methode, die Ende der 1960er Jahre von dem US-Amerikaner Ron Kurtz und von inspirierten Therapeuten aus seinem Umfeld entwickelt und begründet wurde, ist eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie, die sich unter anderem auf die Achtsamkeit als Grundprinzip stützt.

Tiefenpsychologische humanistische Psychotherapie

Die Hakomi®-Methode steht mit ihrem freundlichen Menschenbild in der Tradition der humanistischen Psychologie, die davon ausgeht, dass jeder Mensch den Schlüssel und die Ressourcen für seine Heilung in sich trägt. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Menschen, auch wenn sie Schwierigkeiten haben mögen, nicht vorrangig als beschädigt und defizitär gesehen werden und als dysfunktional abgewertet. Der Psychotherapeut versteht sich als Begleiter und Unterstützer, aber nicht als „Macher“ der Therapie.


Für die gemeinsame therapeutische Arbeit und für die Aufrechterhaltung einer in diesem Sinne „heilsamen Beziehung“ hat die Hakomi-Methode einen reichhaltigen und kreativen Fundus an Interventionen und teils spielerischen Experimenten entwickelt, die erfahrungsorientiert und erkundend angelegt sind und die Aufmerksamkeit auf das gegenwärtige Erleben richten.

Gewaltlosigkeit oder das Willkommen heißen von Widerständen

Die Grundhaltung in der Hakomi-Therapie ist respektvoll, annehmend und unterstützend gegenüber allen Seiten. So ist die Therapeutin in einer Art Unparteilichkeit auch neugierig auf die Anteile im Klienten, die sich gegen Veränderungen sträuben – denn diese waren seine wirksamen Überlebens Strategien und haben ihn bis heute unterstützt. Oft dienen diese Strategien der Vermeidung von Schmerz, schränken heute sein Leben aber ein und lassen ihn z.B. nährende Erlebnisse vermeiden.

Über den Körper Zugang zum Unbewussten schaffen

Wie alle Körperpsychotherapien geht die Hakomi-Methode davon aus, dass unsere gesamte Selbstorganisation, zum größten Teil nicht im kognitiven (verbal ausdrückbaren) Gedächtnis gespeichert ist sondern im impliziten, unbewussten Gedächtnis, was untrennbar mit dem Körper verbunden ist. Die Hakomi-Therapeutin hält gerade auch nach körperlichen Anzeichen, wie typischen Gesten und körperlichen Haltungen, sogenannten Indikatoren, Ausschau, die den Menschen zu prägen scheinen und beginnt so auch auf körperlich-geistiger Ebene die Erforschung wenn die Klient*in ebenfalls interessiert ist.

Nach einer gründlichen Erkundung (von unbewussten Grundüberzeugungen) können dann schließlich „transformierende Erfahrungen“ entworfen werden, die neu und überraschend für die Klientin sind. Wenn eine solche Erfahrung tief gefühlt werden kann und verkörpert ist, wirkt sie nährend und verändernd. Da sie im Hier und Jetzt stattfindet, fühlt sie sich für die Klientin real und im Körper verankert an. Sie stellt eine direkt spürbare Veränderung im heilsamen Sinne dar.

Hakomi wird seit 1982 auch in Deutschland gelehrt. Im deutschsprachigen Raum sind derzeit ca. 800 Personen als HAKOMI-TherapeutInnen tätig. Die Hakomi- Methode ist von der European Association of Psychotherapy (EAP) als wissenschaftlich begründetes Verfahren und als Ausbildungsgrundlage für das European Certificate of Psychotherapy (ECP) anerkannt.

„Alle Heilung ist Heilung von Beziehung.“ – Serge Kahili-King

Achtsamkeit

Achtsamkeit in der Körperpsychotherapie

1.2.4-Achtsamkeit-Therapie-Peacock-Berlin

Häufig sind wir im schnellen Alltagsgeschehen im Autopilotenmodus unterwegs. Wie beim Auto- oder Fahrradfahren machen wir im Alltag, im Job, bei Begegnungen automatisch das jeweils Richtige, Erforderliche. Oder nicht? Im sogenannten Alltagsbewusstsein ist der Fokus der Aufmerksamkeit auf die Außenwelt gerichtet und unser Denken, Fühlen und Handeln läuft automatisch und schnell. Wir können in unserem Denken und Handeln auf altes Erfahrungswissen zurückgreifen. Dies ist zwar sehr effektiv und auch notwendig. Unser Alltagsbewusstsein ist jedoch kein wirksames Mittel, um tiefere Ebenen unseres Selbst zu erfahren und zu verändern. Deshalb stehen wir beim Ringen um Veränderung oft an dem Punkt, dass wir das Problem mit dem Verstand durchaus gut erkennen, aber die Lösungsversuche funktionieren nicht.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine Methode der Geistesschulung, die in den östlichen Weisheitslehren seit Jahrtausenden gelehrt und praktiziert wurde. Ihr Nutzen ist inzwischen in den Neurowissenschaften, in der Medizin und für den Umgang mit Stress unumstritten.
In Achtsamkeit wird die Aufmerksamkeit „nach innen“ zu uns selbst gelenkt. Sie ist die neugierige, nicht wertende Ausrichtung unserer Aufmerksamkeit auf uns im Hier und Jetzt. Dieser Bewusstseinszustand ist eine Art Gewahrsein, in dem mit weitem Fokus auftauchen darf, was sich von uns zeigen möchte. Er ermöglicht uns, Kontakt mit uns selbst im gegenwärtigen Augenblick auf der Ebene der Gedanken, unserer Körperempfindungen und mit all unseren Gefühlen aufzunehmen.
So bringt die Achtsamkeit Licht in tiefere Ebenen unseres Selbst und unserer Selbstorganisation. Wir können die Position eines „inneren Beobachters“ einnehmen, der neugierig und ohne Wertung registriert, was im Augenblick in unserem Geist/Körper geschieht.

Unbewusste Strategien und Automatiken erkennen

Die Brille selbst, durch die wir die Welt sehen, wird deutlicher, mit unseren teils belastenden automatischen Reaktionen, die aus frühen Erfahrungen entstanden sind und kann im therapeutischen Prozess bewusst gemacht und erweitert werden.
Ron Kurtz hat bereits Ende der 60 er Jahre lange bevor die Achtsamkeit in allen anderen Grundrichtungen populär wurde, die Achtsamkeit als grundlegenden Bestandteil in seine Therapiemethode eingebettet. Zahlreiche wissenschaftlichen Studien belegen, wie sich die Praxis der Achtsamkeit auf das Gehirn (Empathiefähigkeit auch und gerade mit sich selbst) auf das Selbstmitgefühl und psychische wie körperlich Gesundheit z.B. Stressreduktion, auswirkt. (siehe z.B.: Jon Kabat-Zinn, MBSR – mindfullness based stress reduction)

„Your home is not in New York or London or Hong Kong. Your home is in every step.“ 
– Thich Nhat Hanh

Literaturliste:


Weiss, Dietz, Harrer: das Achtsamkeitsbuch
Weiss, Dietz, Harrer: das Achtsamkeitsübungsbuch
Harrer: Burnout und Achtsamkeit
Dietz: Selbst in Führung
Marlock, Weiss: Handbuch der Körperpsychotherapie
Harrer, Weiss Wirkfaktoren der Achtsamkeit
Ogden, Minton, Pain: Trauma und Körper
Weiss, Johanson, Monda: Hakomi Mindfulness-Centered Somatic Psychotherapy
Antonio Damasio: Descartes Irrtum
Stephen Wolinski: die ganz alltägliche Trance

Ron Kurtz: HAKOMI – eine körperorientierte Psychotherapie: Die Grundlagen der Hakomi-Methode

Pat Ogden, Kekuni Minton & Clare Pain: Trauma und Körper
Weiss, Johanson, Monda: Hakomi Achtsamkeitszentrierte Psychotherapie

Ausblick

Wozu eine Therapie Sie führen kann

Eine Entwicklung in der Therapie kann dazu führen, dass Sie:

  •  neugierig werden auf sich statt sich zu bewerten
  • mehr im tiefen Verständnis für sich und im Frieden mit sich sind
  • sich mit sich selbst und Ihren Beziehungspartnern verbundener fühlen
  • Unsicherheit und Angst vor Nähe auflösen können und Wege aus der Einsamkeit finden
  • sich authentischer mit sich und Ihren Bedürfnissen fühlen
  • angstfreier und somit voller leben können
  • mit Engagement und Verantwortung leben
  • mehr aus Ihrer Kraft, Lust und Stärke und heraus leben können
  • Ihr Leben nach Ihrem inneren Kompass/Sinn ausrichten

Kontakt, Kosten & Abrechnung

Termine nach Vereinbarung in meiner ruhig gelegenen, hellen Praxis in Berlin-Lichtenrade (gut an die S2 angebunden). Bei akuten Krisen sind auch kurzfristige Termine möglich – rufen Sie mich an!

Mein Honorar beträgt: 

  • Einzeltherapiesitzung von 60 Minuten: 80€
  • Einzeltherapiesitzung von 90 Minuten: 110€

Ich kann Einzeltherapien auf Basis des Heilpraktikergesetzes (mit privaten Kassen) abrechnen. Ich bin auch im Netzwerk der “Übergangstherapie” als Therapeutin gelistet, welche eine sofortige psychologische Unterstützung von Menschen mit Therapiebedarf anbietet, damit Sie auch in einer Krisensituation schnelle Hilfe bekommen (von einigen Kassen wird dieses Netzwerk anerkannt und man bekommt unkompliziert mindestens 10 Therapiestunden, um die Wartezeit zu überbrücken). Denn: Die Wartezeit für ein Erstgespräch bei einem kassenzugelassenen Psychotherapeuten dauert in Deutschland durchschnittlich 12,5 Wochen.